Ich bin kein großer Clubgänger. Ich treibe mich lieber in Kneipen und Bars rum. Einige meiner liebsten Kneipen sind:
in Mitte:
Vor einigen Jahren war ich sehr oft in der Oranienburger Straße unterwegs, aber seit die zu einer regelrechten Touristenattraktion verkommen ist, gefällt es mir dort nicht mehr. Aber wenn Ihr trotzdem mal dorthin gehen möchtet, würde ich empfehlen, mal einen Blick auf's "Tacheles" zu werfen, oder mal in der "Assel" vorbei zu schauen, einer Kneipe, die nach wie vor sehr nett ist.
In dieser Gegend (um den Helmholzplatz herum) gibt es eine Menge Kneipen, Cafés und Bars, also findet einfach selber raus, welche Euch am besten gefallen!
Weiterhin mag ich im Prenzlauer Berg noch:
Wo Ihr meiner Meinung nach nie hingehen solltet ist das "An einem Sonntag im August" in der Kastanienallee (obwohl die Kastanienallee an sich durchaus einmal einen Besuch wert ist). Das Essen dort ist lausig und der Service schlecht, weil die Eigentümerinnen zu geizig sind, mehr Personal einzusetzen. Glaubt mir, ich habe dort mal gearbeitet! :-)
Geht mal in die Ecke Wiener Straße/Oranienstraße/Manteuffelstraße! Dort werdet Ihr einen Haufen weiterer Kneipen finden!
siehe auch: http://www.boxhagener-platz.de
Werft mal einen Blick auf den Nollendorfplatz und die Gegend dahinter (Maaßenstraße, Akazienstraße). Das lohnt sich vor allem am Samstag, wenn dort der große Markt ist!
Beachte: Anders als in anderen Städten wie z.B. London finden sich in Berlin die meisten Kneipen und Bars sowie die "Szene" in bestimmten Gebieten der innerstädtischen Bezirke. Dies ist auch der Grund (oder vielleicht sogar die Folge?), weshalb so viele Einwohner einzelner Bezirke eine bestimmte Art von "Lokalpatriotismus" entwickeln. Ich kenne z.B. einige Leute aus Kreuzberg, die nicht einen Fuß nach Charlottenburg oder Schöneberg setzen würden, ganz zu schweigen von irgendeinem außerstädtischen Bezirk.
Natürlich leiden diese Gebiete sehr stark unter einem Phänomen namens "Gentrification", wie z.B. das Gebiet rund um den Kollwitzplatz im Prenzlauer Berg. Anfang und Mitte der 90er Jahre gab es dort einen Haufen unabhängiger Cafés, Clubs und Kneipen, manche von ihnen sogar noch ein Relikt der früheren Teilung Berlins, wie z.B. das ehemalige "Café Westphal" in der Kollwitzstraße. Seit Mitte der 90er Jahre mussten jedoch immer mehr dieser netten Läden schließen weil sowohl die Bodenpreise wie auch die Mieten stiegen und Restaurants eröffneten, die sogar Gäste wie Bill Clinton abfütterten.
Noch ein Hinweis: Der Winter in Berlin ist wirklich furchtbar. Aber wenn man ein paar nette Leute und ein paar gemütliche Locations kennt, kann man sich ein paar wirklich lauschige Stunden machen. Und, ein weiterer Vorteil: Sogar wenn man bis 6 oder 7 Uhr früh saufen war, ist es immer noch dunkel auf dem Weg nach Hause! ;-)
Und: So schrecklich die Winter hier sind, so wunderbarer sind die Sommer! Wenn möglich, besucht Berlin im Sommer! Guckt Euch all die riesigen Parks in der Stadt an - der Tiergarten ist der größte von ihnen (wo auch die jährliche Love-Parade statt findet), aber der schönste ist der Volkspark Friedrichshain (weil er direkt vor meiner Haustür ist ;-), sogar im Winter. Wenn Ihr dort im Sommer hingeht, solltet Ihr definitiv in einen der Biergärten dort gehen - einer ist direkt im Park (hinter dem "Café Schönbrunn"), ein anderer ist bei dem Kino "Filmtheater am Friedrichshain". Wenn Ihr im Prenzlauer Berg in der Ecke U-Bhf. Eberswalder Straße seid, solltet Ihr einen Blick in den winzigen Mauerpark in der Eberswalder Straße werfen, dort ist die Atmosphäre sehr angenehm. Weitere schöne Parks sind:
Wenn Ihr nach einem strangen und martialischen Erlebnis sucht, kommt am Sonntag-Nachmittag zum Michael-Kirch-Platz in Mitte und schaut den Juggerern bei ihrem wöchtentlichen Training zu. Aber keine Angst, die wollen nur spielen! ;-)