Lektion 48
Sokrates:
Auf welches Lob und Tadel und auf welche Meinung des Verstandes achtet ein Mann, der trainiert, auf das von allen Männern oder auf das von einem einzelnen, und zwar von jenem, der gerade (zufällig) Arzt oder Trainer ist?
Kriton:
Von einem einzelnen. / Eines einzelnen.
Sokrates:
Auf diese Weise also muss er handeln und trainieren und essen und gewiss auch trinken, auf welche es dem einen (wohl) richtig scheint, dem Leiter und dem Fachmann, mehr als wie (parallel zu: auf welche) es den anderen (erg. richtig scheint -> Parallelisierung).
Kriton:
So ist es (Dieses ist es).
Sokrates:
Also, mein Bester, muss uns nicht alles so sehr kümmern, was die meisten verlangen, sondern das was der Fachmann bezüglich dem Recht und dem Unrecht (verlangt), der eine und die Wahrheit selbst.
Kriton:
Wahr sprichst Du.
Sokrates:
Aber, o Wunderbarer, diese Argumentation, die wir behandeln, scheint mir wenigstens noch die selbe zu sein, wie früher; und betrachte nun also diese Argumentation, ob sie noch bestand hat für uns oder nicht, dass nicht das Leben (erg. als solches) hoch schätzt, sondern das gute Leben?
Kriton:
Das hat natürlich bestand.
Sokrates:
Dass das gute und schöne und gerechte (erg. Leben) das selbe ist, gilt das oder gilt das nicht?
Kriton:
Es gilt.
Sokrates:
Also muss man nun, aufgrund der Übereinkunft dieses betrachten, ob es gerecht für mich ist, zu versuchen, von hier wegzugehen, wenn die Athener mich (nicht?) gehen lassen, oder ob es nicht gerecht ist: und wenn es als gerecht erscheint, wollen wir es untersuchen, wenn aber nicht, dann sollten wir es lassen (von welchem Verb?).